REVIEW: SOULCALIBUR V

Es sind schon ein paar Jahre her, als Soul Calibur 4 erschien, doch nun ist es da. Auf der letztjährigen E3 waren wir vor Ort und konnten hinter geschlossenen Türen schon die ersten Spielszenen der Alphaversion zu Soul Calibur 5 sehen. Der Ersteindruck war durchaus positiv. Seither hat sich grafisch Einiges getan und in unserem Test zeigen wir euch, ob sich der Kauf lohnt.
Magere Story
Die Handlung ist in wenigen Sätzen erklärt und ist nicht besonders spektakulär. 17 Jahren nach den Ereignissen von Soul Calibur 4 dreht sich die Geschichte um die beiden Geschwistern Patroklos und Pyrrha. Sie sind die Kinder von Sophitia und wurden recht früh voneinander getrennt. Während Patroklos sich auf die Suche nach seiner Schwester macht, streift Pyrrha verwirrt durch die Gegend, begleitet und manipuliert von der böswilligen Tira. Während 20 Missionen, die nur daraus bestehen den Gegner zu verdreschen, geht es vor allem darum Pyrrha zu finden. Ab und zu wechselt man den Charakter und darf somit neue Kampfstile kennenlernen - dazu später mehr. Die 20 Missionen werden jeweils durch billig animierte Kritzelzeichnungen eingeleitet und ganz selten bekommt man auch Zwischensequenzen in Spielgrafik zu sehen.
Alte und neue Gesichter
Insgesamt stehen euch 28 verschiedene Kämpferinnen und Kämpfer zur Auswahl. Einige davon werden erst freigeschaltet, wenn ihr den Storymodus absolviert habt. Knapp die Hälfte der Charaktere sind Neuzugänge und alle haben zwei verschiedene Outfits. Doch wirklich neu sind die Kämpfer auch wieder nicht. Einige von ihnen haben den gleichen Kampfstiel wie ihre Kollegen aus dem vierten Teil. So spielt sich beispielsweise Pyrrha recht ähnlich wie Sophitia und Patroklos hat den gleichen Kampfstil wie Setsuka aus dem Vorgängerspiel, die im fünften Teil übrigens nicht mehr dabei ist. So gesehen, hat sich bei den meisten neuen Kämpferinnen und Kämpfer nur optisch was geändert, denn der Stil bleibt immer noch gleich.
Assassine unter uns
Wie auch schon im letzten Teil gibt es in Soul Calibur 5 auch einen Gastcharakter. Der Meisterassassine Ezio Auditore selbst gibt sich die Ehre und spendiert gleich noch eigene Soundtrack und Stage mit dazu. Ezio wurde detailgetreu übernommen und seine Waffen gleich mit ins Spiel integriert. So kämpft er sowohl mit dem Schwert, als auch mit der versteckten Klinge und der Armbrust. Sogar seine Sprüche und wurden eins zu eins von Assassin’s Creed übernommen.
Spielerische Neuerungen
Vom Gameplay her hat sich auch einiges getan. So gibt es nebst dem Lebensbalken auch noch die bekannte Rage-Anzeige, womit die Kämpfer durch verteilte und eingesteckte Schläge aufladen können. Die Anzeige lässt sich 2x voll aufladen und wird dazu gebraucht, um Ultra-Kombos auszuführen oder kurz vor der Niederlage zu kontern. Dadurch bleiben die Kämpfe bis zum Schluss spannend. Kombos werden meist sehr spektakulär präsentiert und lassen die Kämpfer sehr cool aussehen. Auch in Sachen online hat sich in Soul Calibur 5 einiges getan, so gibt es Lobbys, die nach Städten gegliedert werden oder man sucht bewusst nach Spielern mit gleichem Rang – unabhängig aus welchem Land er/sie kommt. Um dem Profil noch einen persönlichen Touch zu geben, kann man nebst Titel und Embleme, auch noch die Spielerkarte individuell gestalten. Bei unserem Test sind die Onlinekämpfe stets flüssig gelaufen und man kann ausserdem bewusst nach Gegner suchen, die ebenfalls eine gute Verbindung haben. Dadurch ist ein flüssiges Spiel eigentlich immer gewährleistet.
Gelungener Charaktereditor
Grosses Lob bekommt der tolle Charaktereditor in Soul Calibur 5. Man kann entweder eines der vorhandenen KämpferInnen auswählen und diese beschränkt editieren oder man erstellt komplett einen neuen Charakter. Dabei lässt sich die Körpermasse frei einstellen und das Gesicht und die Frisur definiert man durch eine grosszügige Anzahl an Vorlagen. Zu Beginn sind bereits viele Kleidungsstücke und Rüstungen vorhanden und weitere werden durch Onlinespiele oder auch offline gegen die KI freigeschaltet indem man im Level aufsteigt. Die richtig coolen Komponenten werden erst spät kommen, also werden fleissige Spieler entsprechend belohnt. Ebenfalls wurden kostenpflichtige DLCs angekündigt, die den Editor mit weiteren Gegenständen ausstattet. Insgesamt lassen sich bis zu 50 benutz definierte Charaktere speichern, was mehr als genug ist.
Hübsche Grafik und guter Sound
Technisch gesehen bewegt sich Soul Calibur 5 auf hohem Niveau. Sowohl die Kämpfer als auch ihre Kleider und Rüstungen sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden. Die Animationen sind flüssig und die Texturen von den Kämpfern sind stets scharf und detailreich. Ebenso sind die Zahlreichen Stages grösstenteils gelungen. Ein paar davon kennt man bereits aus dem Vorgänger, jedoch sind auch viele Neue dabei. Das Einzige, was man bemängeln kann, ist die etwas verschwommene Textur am Boden bei den Stages. Jedoch ist das nicht so ein Problem, denn schliesslich handelt es sich hier um ein Beat’em Up und da schaut man wohl kaum die ganze Zeit auf den Boden. Auch der Sound macht einen recht guten Eindruck. So klingen die Sprüche authentisch, wenn auch immer nur die gleichen vorkommen. Die Hintergrundmusik ist passend und lässt sich individuell zu den Stages einstellen, ganz besonders gut gelungen ist das Stück Venice Rooftops, welches ursprünglich aus Assassin’s Creed stammt.
Fazit
Meinung von: Raptox
Nun, die Story ist ungenügend. Die Handlung hat keinerlei Tiefe, die skizzenhafte „Animationen“ vor den Missionen sind wirklich lächerlich und billig. Doch glücklicherweise hat Soul Calibur 5 noch mehr zu bieten als nur das. Ich verbringe lieber Stunden im wirklich umfangreichen Charaktereditor als die Story ein zweites Mal zu spielen. Darüber hinaus machen die online Kämpfe wirklich Spass und man sieht dadurch die Kreationen anderer Spieler. Auch der offline Versus gegen die KI, wo man vor jedem Kampf einen aus vier Gegnern aussuchen kann, macht auch auf Dauer Spass. Fans der Serie können ohne zu Zögern zugreifen. Alle anderen, die auf Beat’em Up stehen aber keine grossen Ansprüche auf eine Story haben, werden auch ihre Freude haben.
Game Info
- Beschreibung
- Preview
- Review
- Achievements
- GenreBeat em Up
- EntwicklerProject Soul
- PublisherNamco Bandai Games
- Plattform


- Release03.02.2012
Bewertung
Argumente
Pro
- Ezio Auditore als Gastcharakter
- Sehr gute Grafik
- Detaillierte Charaktere
- Umfangreicher Editor
- Viele freischaltabre Items
- Gute Steuerung
- Hübsche Stages
Contra
- Lausige Story
- Hässliche Missionseinleitung
- Lästiger Kommentator
- Leicht verwaschene Hintergründe
Auszeichnungen
XCN Elite Member


