REVIEW: BATTLEFIELD 3

Anfang dieses Jahres war einst schon vorneweg klar: Sehr gute Spiele werden im Verlaufe des Jahres erscheinen. Bei Microsoft sind mit Gears of War 3 und Forza Motorsport 4 schon zwei gelungene Spiele bereits erhältlich. Für EA ist Battlefield 3 ein sehr wichtiger Titel, besonders stellt sich die Frage, ob Battlefield 3 es mit Call of Duty aufnehmen kann? Diese Frage wurde in den letzten Jahren immer wieder gestellt... Was man aber jetzt schon sagen kann, die Frostbite Engine macht ihre Arbeit wirklich erstklassig und spätestens seit der E3, wartet die ganze Welt gespannt auf Battlefield 3. Nun, wir haben das Spiel getestet und können euch schon sagen: Call of Duty kann sich warm anziehen!
Filmreife Inszenierung
Was schon zu Beginn auffällt, dass DICE sehr viel Wert auf eine gute Erzählung der Handlung legt. Ihr übernehmt in Battlefield 3 die Rolle von Sergeant Blackburn, ein Mitglied der United States Marine Corps, der in Irak stationiert ist. Doch eure erste Aktion ist nicht etwa Terroristen in Irak über den Haufen zu schiessen, sondern ihr seid auf der Flucht – irgendwo mitten in New York. Man hört Sirenen und die Polizei ist euch auf den Fersen. Bestimmt fragt ihr euch nun, was macht er in New York und warum ist Blackburn auf der Flucht etc. Diese Frage jetzt zu beantworten, würde die Spannung total zunichtemachen, darum gehen wir darauf nicht weiter ein. Doch ihr werdet nicht im Regen stehen gelassen. Gegen Ende von Battlefield 3 werden eure Fragen beantwortet. Doch nun zurück zur Handlung. Battlefield 3 hat noch eine zweite Erzählebene, und zwar wird Sergeant Blackburn von zwei Agenten verhört. Er erzählt was in Irak passiert ist und ihr spielt diese Ereignisse nach. Diese vergangenen Handlungen rücken dann immer wie näher zur Gegenwart bis schliesslich beide Erzählebene aufeinander treffen.
Willkommen im Dreck
Irak ist nicht unbedingt der Ort, wo man einfach so durch die Gegend spazieren kann. Überall lauern Gefahren und besonders im städtischen Gebiet könnte um jede Ecke der Feind lauern. Die PLR ist eine Gruppierung, die gegenüber den USA feindselig ist. Meistens werdet ihr also auf die PLR treffen – mal in vereinzele Gruppen und manchmal auch von der Grössenordnung einer Kompanie. Der Hauptschauplatz der Kämpfe findet in urbanen Gebieten statt, somit gehören Häuserkämpfe auch in die Tagesordnung eines jeden Marinen. Abwechselnd gibt es auch Panzerschlachten in der Wüste und Luftkämpfe über den Ozean. Den Panzer zu steuern dürfe bei manchen anfangs Probleme bereiten, denn feuern und bewegen gleichzeitig ist ein wenig tricky und man braucht da schon eine gewisse Zeit um den Dreh rauszukriegen. Spannender ist hingegen die Flugmission. Man befindet sich auf einem Flugzeugträger und erlebt die Standardprozedur vor dem Start. Dann schwingt man in einer F-15 in die Lüfte und wird wenig später in einem Kampf verwickelt. Zwar ist man nur der Navigator und ist zuständig für die Waffensysteme, doch trotz, dass man den Vogel nicht selbst fliegen kann, ist diese Mission recht eindrucksvoll.
Atemberaubende Grafik
Die Frostbite 2 Engine leistet in Battlefield 3 erstklassige Arbeit. Egal ob in den Städten, auf offenem Feld oder im Wald, die Grafik kann in jederlei Hinsicht überzeugen. Alles wirkt sehr realistisch und vor allem der Blendeffekt, wenn man direkt in die Sonne schaut, ist phänomenal. Wer hier auf den vollen Genuss kommen möchte, soll unbedingt das Texturen-Pack installieren. Dies ist optional und ist für Konsolen mit wenig Festplattenspeicher gedacht. Falls eure Platte wirklich keinen Platz mehr hat, würde ich jetzt Platz schaffen und ein paar Dinge löschen, denn es wird sich lohnen. Ein paar Kritikpunkte gibt es aber trotzdem. Da es sich hier um die hochgepriesene Frostbite 2 Engine handelt, hätte man irgendwie ein bisschen mehr Details erwartet. Konkret geht es dabei um Partikeleffekte oder Gegenstände, die bei einer Explosion eigentlich in Stücke gerissen werden sollen und nicht nur einfach so durch die Gegend fliegen. Leider lassen sich die Gebäude nicht zu Schutt und Asche schiessen, obwohl man im Panzer hockt und versucht zumindest eine Wand kaputtzuschiessen. Zerstören lassen sich nur vordefinierte Objekte bzw. einen Teil von einem Gebäude... Nachdem die Grafik so gelobt wurde, kommen wir nun zum Sound. Auch hier kann Battlefield 3 überzeugen und punktet mit einer guten Sprachausgabe. Die Umgebungsgeräusche und Musik passen gut zum Spielgeschehen und die Waffen lassen die Sourround-Anlage richtig krachen. Sowohl grafisch als auch soundtechnisch kann man bei Battlefield 3 kaum was aussetzen.
Lediglich einige Hürden gibt es zu überwinden, bevor man richtig loslegen kann: Battlefield 3 kommt für die Xbox 360 auf 2 Discs daher. Das erste Update mit über 100MB muss zuerst heruntergeladen werden, dann folgt – wie bereits erwähnt – die Installation des HD-Texturenpacks. Und zum Schluss ist noch das Einlösen des Online-Pass‘ nötig, um den Multiplayer benutzen zu können. Wer das Spiel gebraucht kauft, muss 800 MSP bzw. ca. 19.- Franken für den Online-Pass hinblättern.
Multiplayer
Einst vorneweg, ohne den Online-Pass läuft hier gar nichts. Hat man den eingelöst, kann es losgehen. Neben dem Multiplayer gibt es auch noch Koop-Missionen, die man mit einem Freund zusammen bestreiten kann. Im Grunde genommen, ist es so ähnlich wie der SpecOps Modus in Modern Warfare 2. Ein grosser Unterschied und Nachteil gibt es hier aber. So gibt es in Battlefield 3 keinen Split-Screen Modus, was natürlich sehr schade ist. Doch kommen wir nun zum Hauptteil von Battlefield 3, der Multiplayer. Das Spiel bietet euch 5 Modi auf insgesamt neuen Karten an. Ja nach Modi können bis zu 24 Spieler mit- und gegeneinander antreten. Es gibt diverse Klassen zur Auswahl, die unterschiedliche Waffen tragen. Je mehr Kills man erzielt, desto mehr Aufsätze und Upgrades werden freigeschaltet. Diese Dinge machen euch unter Umständen zu einem besseren Soldaten. Doch in Battlefield 3 geht es sowieso primär um das taktische Teamplay. Wer vorher nur Call of Duty gespielt hat und auch hier versucht alleine das feindliche Team auszulöschen, wird hier schnell in die Röhre schauen. Erstens sind die Maps grösser, zweitens erkennt man den Feind, aufgrund der realistischeren und besseren Grafik, den Gegner nicht mehr so offensichtlich. Und drittens hat man eh keine Chance wenn die anderen im Team spielen und man kommt selber nur alleine. Das ist so als würde man mit einem Messer zu einer Schiesserei erscheinen...
Was ausserdem nicht so gut gemacht wurde, ist das Respawnsystem im TDM. Da startet ihr nach dem Tod wieder und keine zwei Sekunden später werdet ihr in den Rücken geschossen. Dann wartet man wieder zum nächsten Respawn und das gleiche passiert wieder - toll. Solange Dice hier nichts verbessert, ist der der TDM Modus zu vermeiden. Ebenso könnt ihr das Spiel nicht verlassen wenn ihr gerade die Runde gewonnen bzw. verloren habt. Ihr müsst nämlich warten, bis ihr im nächsten Spiel seid und erst dann könnt ihr es verlassen. Wo ist da bitteschön die Logik? Ansonsten macht der Multiplayer in Battlefield 3 wirklich grossen Spass. Schade um die erwähnten Negativ-Punkte, die eigentlich schon in der Beta hätte auffallen müssen...
Fazit
Meinung von: Raptox
Die Kampagne ist kurz, nach nur 5 bis 6 Stunden hat man sie durch. Mir wäre es lieber gewesen, wenn sie noch ein wenig länger dauern würde. Weil schlecht ist sie definitiv nicht. Dafür ist der Multiplayer sehr spannend und bietet zahlreiche Stunden auf dem virtuellen Schlachtfeld. Besonders Spass macht es, wenn man mit ein paar Freunden als eingespielter Squad gegen andere antritt oder auch sonst so zum Beispiel Team-Deathmatch macht. Battlefield 3 kann ich jedem Shooter-Fan klar empfehlen.
Game Info
- Beschreibung
- Preview
- Review
- Achievements
- GenreFirst-Person Shooter
- EntwicklerDICE
- PublisherElectronic Arts
- Plattform



- Release27.10.2011
Bewertung
Argumente
Pro
- Atemberaubende Grafik
- Abwechslungsreiches Gameplay
- Sehr guter Multiplayer
- Online-Koop
- Fesselnde Kampagne
Contra
- KI reagiert manchmal komisch
- Kein Splitscreen
- Vereinzelne Bugs bei der Grafik
- Seltene Tearing
- Koop läuft nur online
- HD-Texturen müssen vorher instelliert werden...
- ...sonst hat man schlechtere Grafik
- Respawnsystem im TDM ist schlecht
Auszeichnungen
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